Trinkbrunnen Karte

Geprüft am 01. Oktober 2026

Trinkbrunnen in Deutschland: Wo die meisten stehen und warum die Zahl trügt

Welche Städte in unseren Daten die meisten Trinkbrunnen haben, weshalb eine Gemeinde am Bodensee Berlin pro Kopf weit übertrifft und was bei den meisten Einträgen noch fehlt.

Von Trinkbrunnen Karte Redaktion · Prüfung: Automatischer Abgleich mit OpenStreetMap, zuletzt beim Aufbau des Datensatzes

Die Spitze: Berlin, München, Stuttgart, Hamburg

Diese Karte führt 9.342 öffentliche Trinkbrunnen, Stand 9. September 2026, aus OpenStreetMap. An der Spitze steht Berlin mit 268, gefolgt von München (114), Stuttgart (81) und Hamburg (77). Dahinter folgen Langenargen (65), Marburg (61), Freiburg im Breisgau (49), Karlsruhe (47), Winnenden (37) und Garmisch-Partenkirchen (35).

Die zehn Orte mit den meisten Brunnen vereinen zusammen 834 Einträge, knapp 9 Prozent aller Standorte. Der Rest verteilt sich auf Städte und Gemeinden im ganzen Land.

Langenargen gegen Berlin

Langenargen am Bodensee hat gut 7.000 Einwohner und 65 erfasste Trinkbrunnen. Berlin hat mehr als 3,5 Millionen Einwohner und 268. Pro Kopf liegt die kleine Gemeinde damit um ein Vielfaches vorn.

Ein Beleg für ein besonders dichtes Netz ist das nicht unbedingt. Es zeigt, wie unterschiedlich gründlich Orte erfasst wurden. Wo jemand jeden Brunnen am Seeufer und in der Altstadt eingetragen hat, taucht jeder in der Statistik auf. Wo niemand kartiert hat, fehlen Brunnen, die es gibt.

Was die Zahl nicht sagt

Die Zahl in dieser Liste ist ein Mindestwert: mindestens so viele Brunnen sind bekannt. Sie sagt nichts darüber, ob ein Ort gut versorgt ist. Dafür müsste man Einwohner, Touristen, Fläche und Erreichbarkeit einrechnen, und das leisten unsere Daten nicht.

Verlässlicher ist der Blick auf die Karte: Die Umkreissuche zeigt, was in Gehentfernung liegt. Fehlt ein Brunnen, den du kennst, trage ihn über „Brunnen melden“ nach.

Was bei den meisten Einträgen noch fehlt

Dass der Brunnen Trinkwasser führt, ist bei allen 9.342 Standorten belegt, sonst stünden sie nicht in dieser Karte. Alles Weitere ist dünn: Barrierefreiheit ist bei 1.705 Standorten erfasst (18 Prozent), die Eignung zum Flaschenfüllen bei 1.328 (14 Prozent), der Betreiber bei 304 (3 Prozent) und ein Hundenapf bei 118 (1 Prozent).

Genau deshalb zeigt die Karte Filter erst ab einer ausreichenden Datenlage und „unbekannt“, wo nichts belegt ist. Jede Rückmeldung nach einem Besuch schließt eine dieser Lücken.